François Fernandez, Yun Kim

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François Fernandez wurde 1960 in Rouen geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf (Jazz und Klassik). Neben einer modernen Ausbildung begann er mit 11 Jahren das Studium der Barockvioline mit Gilbert Bezzina. Im Konservatorium von Den Haag erhielt er 1980, in der Klasse von Sigiswald Kuijken, ein Solistendiplom.

Im Alter von 17 Jahren folgte er Kuijken zu "La Petite Bande", wo er ab 1986 den Platz der ersten Geige einnahm. Parallel spielte Fernandez mit ausgezeichneten Barockorchestern wie l' Orchestre du 18° siècle u.L.v. Frans Brüggen, La Chapelle Royale u.L.v. Philippe Herreweghe, Melante 81 u.L.v. Bob van Asperen oder Les Arts Florissants u.L.v. William Christie - zumeist als Konzertmeister oder Solist.

In den vergangenen 20 Jahren widmete Fernandez sich verstärkt der Kammermusik, so an der Violine, dem Violino piccolo, der Bratsche, der Viola d'amore, der Gambe und dem Violoncello da spalla.

Als Kammermusiker trat er weltweit auf renommierten Festivals auf, so mit Musikern wie Philippe Pierlot, Carlos Mena, Rainer Zipperling und Bernard Foccroulle innerhalb des Ricercar consort, den Gebrüdern Kuijken und Hantaï, Glen Wilson, Boyan Vodénitcharov, Ryo Terakado, Yves Rechsteiner, Marcel Ponseele, Enrico Gatti... und vielen Anderen.

Seine Solorezitale, insbesondere die Sonaten und Partitas von J-S. Bach fanden nicht zuletzt dank Live-Ausstrahlungen im Internet in der ganzen Welt Anklang.

Auch ist Fernandez als Dirigent aktiv. Er leitete das Finnish Baroque Orchestra, Orquesta de Cámara Valvidia (Chili), das Orchester des Theaters Aachen und das Bremer Barockorchester. Unter seiner Leitung erhielt das Ricercar consort den Preis der Nouvelle Académie du Disque für seine Aufnahme des Terpsichore Musarum von Praetorius.

Zu seinen zahlreichen Kammermusikaufnahmen gehören die Sonaten von Jean-Marie Leclair für Astrée-Auvidis-Naïve, die den "Editor's choice" der Grammophone erhielten, sowie die Auszeichnung FFFF des Télérama. Diapason kommentierte: "Tanz für Tanz beweist die hochsensible Violine von François Fernandez eine herausragende Ausdrucksstärkre". In den Niederlanden wurde seine Aufnahme der Sonaten und Partitas von J-S.Bach ("Sei Solo") für das Label Flora durch Prelude Klassiek als "Beste Klassieke CD van 2003" ausgezeichnet.

Mit Philippe Pierlot und Rainer Zipperling gründete Fernandez 2002 das Label "Flora" (Vgl. www.kelys.org).

Fernandez unterrichtet in Toulouse, Lüttich, Brüssel, Trossingen (D), Helsinki (FI) und Taiwan. Seit 1998 ist er Professor am C.N.S.M. Paris. 2009 wird er der Nachfolger von Sigiswald Kuijken am Königlichen Konservatorium Brüssel. Seit 2018 unterrichtet er an der IMEP Namur.

Die koreanische Violonistin Yun Kim an den prestigiösen Schulen Yewon School und Seoul Arts High School.

Sie studierte anschließend an der Seoul National University und der Northwestern University (USA), u.a. mit dem Solo-Violinisten des Chicago Symphony Orchestra, Blair Milton.

Neben ihrem Studium sammelte Kim Konzerterfahrungen innerhalb des Chicago Civic Orchestra, u.a. u.L.v. Pierre Boulez, Pinkas Zukerman oder Andrey Boreyko. Auch gab sie Kammermusikkonzerte und Rezitale in Evanston, Illinois, mitunter im Bereich der Alten Musik.

Nach ihrer Rückkehr nach Korea begann Kim eine Karriere als Kammermusikerin. Ihr besonderes Interesse am Barockrepertoire, in historischer Aufführungspraxis, führte sie in diesem Zussammenhang mit dem Violonisten Jin Kim und seinen Kollegen zusammen. Aufgrund dieser Erfahrungen beschloss Kim 2010 den Beginn eines Studiums in Barockvioline, in Brüssel mit François Fernandez. Ihr Studium schloss sie 2016 mit Auszeichnung ab.

Während iherer 8 Jahre in der EU-Hauptstadt trat Kim vermehrt als Solistin, auf historischem Instrument auf (z.B. Haydn, Doppelkonzert für Violine und Klavier in 2013; Pisendel, Concerto in D Dur in 2016). Auch gab sie Rezitale in Seoul (2012), St.Paul, USA (2013) und Brüssel (2014).

Kim trat verschiedenen Kammerorchestern bei, hierunter La Petite Bande (B), Aspetti Musicali (B), Concerto Barrocco (NL), Arte Mandoline (L), Miszla Baroque Orchestra (AT), Formosa Baroque (Taiwan) und kleinere Formationen: mit Applausustrat sie in Brüssel, Utrecht und Rom auf, mit Musica Glorifica Korea (Seoul, Busan, Gwangju) und St.Paul (USA). Kim war Konzertmeisterin in spezialisierten Projekten mit Paul Dombrecht, Peter Van Heyghen und François Fernandez.

Neben der Violine spielt sie Bratsche, Viola d'amore, Violino piccolo und, seit kurzem, Violoncello da spalla.

Ihren breiten musikalischen Blickwinkel, dank ihres reichhaltigen und vielfältigen Parcours, mit hochrangigen Musikern auf drei Kontinenten, möchte Kim mit ihren Zuhörern teilen.


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